Quadient Germany GmbH & Co. KG-Gutes Ergebnis der Bilanz

Finanzen

Gutes Eregbnis was man hier als Gesellschaft erzielt hat. Über 7 Millionen Euro an Jahresüberschuss können sich dann auch sehen lassen.

+++++++++++++++++++++++++++++

Quadient Germany GmbH & Co. KG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2020 bis zum 31.01.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Quadient Germany GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Quadient Germany GmbH & Co. KG, München – bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2020 bis zum 31. Januar 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Quadient Germany GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2020 bis zum 31. Januar 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2020 bis zum 31. Januar 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. Juni 2021

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Horbach, Wirtschaftsprüfer

Waldraff, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Januar 2021

Aktiva

31.01.2021 31.01.2020
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.966,27 312.972,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 737,04 3.685,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.569,50 5.195,02
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 402.326,36 366.453,21
406.632,90 375.333,42
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.125.000,00 6.228.000,00
8.742.599,17 6.916.305,61
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 1.628.772,63 1.671.316,20
1.628.772,63 1.671.316,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.739.221,75 7.893.249,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.714.829,78 9.253.566,66
davon gegen Gesellschafter EUR 4.526.294,54 (Vj. EUR 5.538.703,04)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 311.897,03 302.009,66
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 238.561,12 (Vj. EUR 248.628,52)
21.765.948,56 17.448.825,78
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 313.254,08 312.307,38
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 972.383,34 950.940,09
D. NICHT DURCH VERMÖGENGSEINLAGEN GEDECKTE VERLUSTANTEILE DES KOMMANDITISTEN 0,00 5.041.594,89
33.422.957,78 32.341.289,95

Passiva

31.01.2021 31.01.2020
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kapitalanteile des Komplementärs
1. Pflichteinlage des Komplementärs 8.456,67 8.456,67
2. Rücklagenkonto des Komplementärs 10.883.961,77 10.883.961,77
10.892.418,44 10.892.418,44
II. Kapitalanteile des Kommanditisten
1. Pflichteinlage des Kommanditisten 2.562.563,56 2.562.563,56
2. Rücklagenkonto der Kommanditistin 4.500.000,00 4.500.000,00
3. Verlustvortragskonto des Kommanditisten -5.304.415,64 -7.062.563,56
1.758.147,92 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.148.684,00 1.161.640,00
2. Steuerrückstellungen 1.293.562,15 450.454,26
3. Sonstige Rückstellungen 4.069.994,96 5.133.604,59
6.512.241,11 6.745.698,85
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.645.792,81 3.842.930,98
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.152.567,33 2.370.507,06
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 242.926,39 (Vj. EUR 558.377,05)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.397.482,64 905.846,46
davon aus Steuern EUR 235.068,26 (Vj. EUR 341.240,39)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 12.925,46 (Vj. EUR 15.542,96)
7.195.842,78 7.119.284,50
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.064.307,53 7.583.888,16
33.422.957,78 32.341.289,95

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2020 bis 31. Januar 2021

01.02.2020 – 31.01.2021 01.02.2019-31.01.2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 49.974.344,03 53.066.605,47
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.062.541,49 140.152,30
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -23.025.838,00 -22.596.675,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -441.692,54 -503.535,92
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.675.800,86 -15.093.966,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.551.954,54 -2.708.472,00
davon für Altersversorgung EUR 177.859,86 (Vj. EUR 174.369,98)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -298.730,87 -420.585,09
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.848.476,74 -10.505.209,79
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.883,59 1.848,78
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -127.813,20 -151.527,70
davon von verbundene Unternehmen EUR 1.233,54 (Vj. EUR 7.975,34)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 49.988,00 (Vj. EUR 56.971,00)
9. Erträge aus Ergebnisabführungsvertrag 4.080.549,26 396.417,23
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -893.442,08 -114.061,45
11. Jahresüberschuss 7.260.569,54 1.510.989,11
12. Gutschrift auf dem Darlehenskonto des Komplementärs -363.028,48 -75.549,46
13. Gutschrift auf dem Verlustvortragskonto des Kommanditisten -6.897.541,06 -1.435.439,65
14. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020/​2021

1. Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Quadient Germany GmbH & Co. KG („Quadient“), Landsberger Str. 154 in 80339 München, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Die Firma wird beim Handelsregister A des Amtsgerichtes München unter der Nummer HRA 85583 geführt.

Die Quadient Germany GmbH & Co.KG ist zum Bilanzstichtag 31. Januar 2021 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss der Quadient für das Geschäftsjahr 2020/​2021 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft stellt keinen Konzernabschluss auf. Wir verweisen hier auf die Ausführungen im Absatz Konzernverhältnisse.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Grundsätze und Vergleichbarkeit

Die bei der Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Januar 2021 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und 264 bis 288 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

b) Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Berücksichtigung der Anschaffungskostenminderungen und planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Abschreibungen werden grundsätzlich nach der linearen Methode pro rata temporis berechnet.

Im Geschäftsjahr 2020/​2021 werden geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 Euro nicht übersteigen, sofort aufwandswirksam verbucht. Alle anderen Wirtschaftsgüter werden nach der untenstehenden Afa Tabelle abgeschrieben.

Für das Anlagevermögen werden folgende Nutzungsdauern angesetzt:

Jahre
Kundenkarteien 15
EDV-Software 3
Gebäude 25
Einbauten in Gebäude 10
Außenanlagen 10
EDV-Hardware 2 bis 3
Maschinen, technische Werkzeuge 4 bis 5
Frankiermaschinen (Leihgeräte) 3 bis 5
Nicht technisches Werkzeug, Mobiliar, Büromaschinen 5 bis 10

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 3 HGB bewertet.

c) Vorräte

Handelswaren werden mit ihren Anschaffungskosten auf der Basis fortgeschriebener durchschnittlicher Einstandspreise bewertet. Im Jahr 2020/​2021 wurden die Warenvorräte mit TEUR 1.456 (Vj. TEUR 846) auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben, der sich aus der Berücksichtigung von geringer Umschlagshäufigkeit ergibt (Gängigkeitsabschlag). Die unter dem Vorratsvermögen ausgewiesenen Vorführgeräte werden gesondert bewertet und über die Nutzungsdauer von vier Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibung für die Vorführgeräte betrug im Geschäftsjahr 20/​21 TEUR 100 (Vj. TEUR 77).

d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfallrisiken durch Einzelabwertungen berücksichtigt. Daneben wird dem allgemeinen Kreditrisiko sowie noch anfallenden Finanzierungsaufwendungen durch Pauschalabwertung angemessen Rechnung getragen.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

e) Flüssige Mittel

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

f) Latente Steuern

Auf die Bildung von aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurde, da es sich um ein Wahlrecht handelt, verzichtet. Latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem Ansatz von Verlustvorträgen sowie der unterschiedlichen Bewertung von Pensionsrückstellungen in Handels- und Steuerbilanz.

g) Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben und Einnahmen, die einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen, werden periodengerecht unter den Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

h) Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden nach der versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertmethode („Projected Unit Credit Method“) unter Verwendung der „Heubeck-Richttafeln 2018 G“ ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,26 % (Vj. 2,68 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,50% (Vj. 1,50%) berücksichtigt. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde nicht berücksichtigt.

i) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

j) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

b) Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Posten betrifft entgeltlich erworbene EDV-Softwareprogramme sowie im Rahmen von „Asset Deals“ erworbene Kundenkarteien. Die Zugänge im Berichtsjahr beinhalten im Wesentlichen Investitionen in EDV-Softwareprogramme (TEUR 6; Vj. TEUR 43).

Die Nutzungsdauer der Kundendateien wurden anhand der Dauer der durchschnittlichen Kundenbindung ermittelt.

c) Sachanlagevermögen

Die Zugänge enthalten im Wesentlichen Investitionen in Hardware, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Büroeinrichtung (TEUR 222; Vj. TEUR 375). Die Abgänge betreffen im Wesentlichen Abgänge von Hardware und Leihmaschinen (TEUR 9).

d) Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht „Angaben zum Anteilsbesitz“ zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Anteilsbesitz zum 31.01.2021

Name und Sitz der Gesellschaft Landeswährung Anteil am Kapital in % Eigenkapital zum 31.01.2021 in Landeswährung Ergebnis zum 31.01.2021 in Landeswährung
Quadient Finance Germany GmbH, München EUR 100 100.000 0,00*1)
Neopost Software GmbH, München EUR 100 8.236.620 0.00*1)

*1 Das Ergebnis der Quadient Finance Germany GmbH, München und der Neopost Software GmbH, ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages im Ergebnis der Quadient Germany GmbH & Co. KG zum 31.01.2021 enthalten.

e) Umlaufvermögen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Quadient Finance Ireland Ltd. TEUR 3.730 (Vj. TEUR 2.757), die Quadient Industrie France S.A. TEUR 78 (Vj. TEUR 57), und die Quadient Technologies Netherlands B.V. TEUR 34 (Vj. TEUR 0). Die Forderungen gegen die Quadient Finance Germany GmbH bestehen in Höhe von TEUR 652 (Vj. TEUR 738) aus Forderungen aus Lieferung und Leistung und in Höhe von TEUR 467 (Vj. TEUR 466) aus der Ergebnisübernahme. Die Forderungen gegenüber der Neopost Software GmbH bestehen in Höhe von TEUR 3.684 (Vj. TEUR 0) aus der Ergebnisübernahme. Quadient hat Forderungen aus Lieferung und Leistung gegen die Quadient S.A. i.H.v TEUR 164 (Vj. TEUR 89), Forderungen aus dem Konzerncashpool i.H.v. TEUR 2.701 (Vj. TEUR 3.523) und sonstige Forderungen i.H.v. TEUR 757 (Vj. TEUR 659). Gegen die Quadient Holding Germany GmbH (ehemals: Neopost Verwaltungs GmbH) bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 904 (Vj. TEUR 1.267). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

f) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen sonstige Forderungen TEUR 279 (Vj. TEUR 253). Nachdem ein Teil dieser sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 239 (Vj. TEUR 249) aufgrund geleisteter Kautionszahlungen an externe Dienstleister und für gemietete Gebäude bestehen, laufen diese länger als ein Jahr. Darüber hinaus sind in den sonstigen Vermögensgegenständen im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Sozialversicherung in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 9) und geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 41) enthalten.

g) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht im Wesentlichen aus der Abgrenzung der Aufwendungen für Dienstleistungen- und Wartungsverträgen in Höhe von TEUR 826 (Vj. TEUR 813). Darüber hinaus wurden Abgrenzungen für Aufwendungen aus Verträgen mit der Quadient Finance Germany GmbH erfasst TEUR 147 (Vj. TEUR 138).

h) Eigenkapital

Das Gesellschaftskapital (Festkapital) beträgt TEUR 2.571.

Der Jahresüberschuss des laufenden Jahres in Höhe von TEUR 7.261 wurde mit dem Darlehenskonto der Komplementärin verrechnet bzw. dem Verlustvortragskonto der Kommanditistin gutgeschrieben.

i) Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Für den Rentnerbestand wurde ein Diskontierungssatz von 2,26 % (Vj. 2,68 %) sowie eine Rentendynamik von 1,50 % (Vj. 1,50 %) zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 124 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen und Arbeitszeitguthaben; sie sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Anschaffungskosten des zu verrechnenden Vermögens betragen zum 31. Januar 2021 TEUR 774.

Verpflichtung, Vermögen und Rückstellung aus Pensionsverpflichtungen

TEUR
Erfüllungsbetrag der zu verrechnenden Schulden 1.879
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 730
Nettopensionsverpflichtung 1.149

Entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Erträge aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögens (TEUR 4) mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung (TEUR 50) verrechnet.

j) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresprämien/​Provisionen (TEUR 1.412; Vj. TEUR 1.965), für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.894; Vj. TEUR 1.794), für Restrukturierungen (TEUR 0; Vj. TEUR 494), für Sozialversicherung für die Personalrückstellungen (TEUR 255; Vj. TEUR 355), für Gewährleistungen (TEUR 61; Vj. TEUR 72), für Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 82; Vj. TEUR 70), Rückstellungen für das Personal in Österreich (TEUR 96; Vj. TEUR 96) und für nicht genommenen Urlaub (TEUR 199; Vj. TEUR 190).

k) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.646 0 0 3.646
(3.843) (0) (0) (3.843)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.153 0 0 2.153
(2.370) (0) (0) (2.370)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.397 0 0 1.397
(906) (0) (0) (906)
Gesamt 7.196 0 0 7.196
(7.119) (0) (0) (7.119)

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

l) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht im Wesentlichen aus der Abgrenzung der Umsatzerlöse aus Leasinggebühren TEUR 939 (Vj. TEUR 980) und der Umsatzerlöse aus Service- und Wartungsverträgen TEUR 6.126 (Vj. TEUR 6.604).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die im Wesentlichen im Inland erzielten Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen gliedern sich für das Geschäftsjahr 2020/​2021 wie folgt auf.

2020/​ 2021 2019/​2020
TEUR TEUR
Service Erlöse 27.850 30.605
Maschinen Erlöse 11.976 13.475
Software & Softwarewartung 5.435 4.867
Sonstige Erlöse 4.714 4.119
Umsatzerlöse 49.974 53.067

b) Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält im Wesentlichen Erträge aus der Wertaufholung einer Beteiligung in Höhe von TEUR 2.025 (Vj. TEUR 0), Erträge aus Restrukturierung in Höhe von TEUR 419 (Vj. TEUR 0), Weiterberechnung der Personalkosten in Höhe von TEUR 309 (Vj. TEUR 0), Erträge aus dem Verschmelzungsergebnis TEUR 166 (Vj. TEURO) und Erträge aus der Untervermietung in Höhe von TEUR 139 (Vj. TEUR 127).

c) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 246 (Vj. TEUR 1.101), für Marketingtätigkeiten in Höhe von TEUR 357 (Vj. TEUR 608), für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 336 (Vj. TEUR 368), für Miet- und Mietnebenkosten in Höhe von TEUR 950 (Vj. TEUR 1.024), für den Fuhrpark in Höhe von TEUR 1.585 (Vj. TEUR 1.906), für die EDV und Telekommunikation in Höhe von TEUR 1.491 (Vj. TEUR 1.569), für Reisekosten in Höhe von TEUR 230 (Vj. TEUR 508) und für Unterstützung von externen Dienstleistern, Zeitarbeitskräften, freien Mitarbeitern und deren Rekrutierung in Höhe von TEUR 1.007 (Vj. TEUR 1.407). Darüber hinaus wurden hier Aufwendungen für technische Unterstützung und Markenrechte in Höhe von TEUR 1.026 (Vj. TEUR 1.274) und allgemeiner Betriebsbedarf in Höhe von TEUR 473 (Vj. TEUR 759) erfasst.

d) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die hier gebuchten Beträge bestehen im Wesentlichen aus dem Aufwand für Gewerbesteuer und gezahlter Kommunalsteuer für die Betriebstätte in Österreich.

Sonstige Angaben

a) Mitarbeiter

Die Gesellschaft hatte im Jahresdurchschnitt 229 Mitarbeiter, die sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche verteilen:

Jahresdurchschnitt 2020/​2021 Jahresdurchschnitt 2019/​2020
Geschäftsleitung 6 6
Vertrieb /​ Marketing 67 81
Kundendienst 107 101
Administration 49 47
Gesamt 229 235

b) Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 86

c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs- und Leasingverträgen ergeben sich wie folgt:

2021 2022 2023 2024
TEUR TEUR TEUR TEUR
1.614 1.198 911 735

d) Ergebnisabführungsvertrag mit der Quadient Finance Germany GmbH, München, und der Neopost Software GmbH, München

Mit dem Tochterunternehmen Quadient Finance Germany GmbH, München, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Damit ist die Gesellschaft berechtigt, das Jahresergebnis der Tochtergesellschaft zu vereinnahmen. Für das Geschäftsjahr 2020/​2021 fiel ein Ertrag aus Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 397 (Vj. TEUR 396) an.

Mit dem Tochterunternehmen Neopost Software GmbH, München, wurde am 21.07.2020 ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem 01.02.2020 beschlossen. Damit ist die Gesellschaft berechtigt, das Jahresergebnis der Tochtergesellschaft zu vereinnahmen. Für das Geschäftsjahr 2020/​2021 fiel ein Ertrag aus Ergebnisübernahme in Höhe von TEUR 3.684 (Vj. TEUR O) an.

e) Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird von der Quadient Holding Germany GmbH (ehemals: Neopost Verwaltungs GmbH), Landsberger Str. 154, 80339 München, wahrgenommen.

Geschäftsführer der Komplementärin ist:

Herr Dror Allouche, COO (Chief Operating Officer), Schindellegi

Die Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung i.S.d. § 285 Nr. 9 b HGB betrugen im Geschäftsjahr TEUR 38 (Vj. TEUR 38). Die Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung i.S.d. § 285 Nr. 9 b HGB betragen TEUR 1.185 (Vj. TEUR 1.149).

Auf den Verzicht der Angabe der Bezüge aktiver Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

f) Konzernverhältnisse

Von dem Festkapital der Gesellschaft (TEUR 2.571) werden TEUR 2.563 von der Quadient S.A., Bagneux/​Frankreich, und TEUR 8 von der Quadient Holding Germany GmbH (ehemals: Neopost Verwaltungs GmbH), München, gehalten, die zugleich alleinige persönlich haftende Komplementärin mit einem Stammkapital von TEUR 307 ist. 100 % der Anteile der Quadient Holding Germany GmbH (ehemals: Neopost Verwaltungs GmbH) werden von der Quadient S.A. gehalten. In den Konzernabschluss der Quadient S.A. werden die genannten Gesellschaften einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich. Aus diesem Grund macht die Quadient Germany GmbH & Co.KG Gebrauch von der Befreiung zur Erstellung eines Konzernabschlusses durch Inanspruchnahme des § 291 HGB. Der Konzernabschluss der Quadient S.A. entspricht dem kleinsten und größten Konzernkreis der Quadient Germany GmbH & Co.KG.

g) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Angaben im Jahresabschluss 2020/​2021 haben.

 

München, den 16. März 2021

Quadient Holding Germany GmbH
(ehemals: Neopost Verwaltungs GmbH)

Dror Allouche, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Februar 2020 bis zum 31. Januar 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.02.2020 Zugänge Abgänge 31.01.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.782.355,84 6.000,00 0,00 9.788.355,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 112.124,08 0,00 0,00 112.124,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.127,54 0,00 4.824,39 52.303,15
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.194.598,59 222.350,76 4.570,00 3.412.379,35
3.363.850,21 222.350,76 9.394,39 3.576.806,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.253.000,00 0,00 128.000,00 8.125.000,00
21.399.206,05 228.350,76 137.394,39 21.490.162,42
Kumulierte Abschreibungen
01.02.2020 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.01.2021
EUR EUR EUR im Geschäftsjahr EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.469.383,65 108.005,92 0,00 0,00 9.577.389,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 108.438,89 2.948,15 0,00 0,00 111.387,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 51.932,52 1.625,52 4.824,39 0,00 48.733,65
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.828.145,38 186.151,28 4.243,67 0,00 3.010.052,99
2.988.516,79 190.724,95 9.068,06 0,00 3.170.173,68
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.025.000,00 0,00 0,00 2.025.000,00 0,00
14.482.900,44 298.730,87 9.068,06 2.025.000,00 12.747.563,25
Buchwerte
31.01.2021 31.01.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.966,27 312.972,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 737,04 3.685,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.569,50 5.195,02
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 402.326,36 366.453,21
406.632,90 375.333,42
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.125.000,00 6.228.000,00
8.742.599,17 6.916.305,61

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020/​2021

Das Unternehmen

Die Quadient Germany GmbH & Co. KG (‚Quadient‘), Landsberger Str. 154, 80339 München ist im Bereich Postbearbeitung tätig. Die Firma wird beim Handelsregister A des Amtsgerichtes München unter der Nummer HRA 85583 geführt.

Quadient ist ein Komplettanbieter im Bereich Postdienstleistungen, Logistik und digitaler Kommunikation und vereint die klassische Postbearbeitung (Postmöbel, Kuvertier- und Frankiermaschinen) und dazugehörigen Service mit neuen Geschäftsfeldern wie E-Invoicing und digitalen Lösungen für die Dokumentenverarbeitung.

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2020 gekennzeichnet durch einen starken Wirtschaftsrückgang. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2020 um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/​2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 020 vom 14.01.2021).

Die installierte Basis von Frankiermaschinen im deutschen Markt reduzierte sich nach der Statistik der DPAG (Deutsche Post AG; Bonn) um 6,3% in 2020 (-3,4 % in 2019).

Der Marktanteil der Quadient Germany GmbH & Co. KG basierend auf der Statistik der DPAG (Deutsche Post AG) liegt heute bei ca. 17,7% (Vj. 17,4 %). Für Quadient ist der Markt für mittel- und hochvolumige Maschinen von besonderem Interesse, da hier hohe Umsätze und interessante Brutto-Margen zu erwirtschaften sind.

Die neuen Geschäftsbereiche, wie z. B. bei Quadient E-Invoicing und digitale Lösungen im Dokumentenversand, sind ein Wachstumsmarkt in Deutschland. Deswegen hat Quadient seine Fokussierung auf den Bereich mit Neustrukturierung des Sales Department verstärkt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug zum 31. Januar 2021 TEUR 33.423 (Vj. TEUR 32.341). Damit erhöhte sich die Bilanzsumme von TEUR 1.082 im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr. Die folgenden Geschäftsvorfälle hatten besonderen Einfluss auf die Bilanz:

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich auf TEUR 6 für EDV Software; die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände erreichen einen Betrag von TEUR 108.

Die Erhöhung der Sachanlagen um TEUR 31 resultiert größtenteils aus Investitionen in Hardware, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Büroeinrichtung in Höhe von TEUR 222; die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens betrug TEUR 191.

Die Finanzanlagen sind durch die Wertaufholung im Zusammenhang mit der Neopost Software GmbH in Höhe von TEUR 2.025 gestiegen. Gegenläufig ist der Wert der Finanzanlagen durch die Verschmelzung der Franco Tech GmbH auf die Quadient Germany GmbH & Co. KG um TEUR 128 gesunken.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 1.629 (Vj. 1.671) leicht gesunken.

Die Erhöhung des Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 846 ergibt sich im Wesentlichen durch die Verzögerung der Mahnverfahren und eine ungünstige Einwirkung der Geschäftsverteilung über das ganze Jahr. Somit bestanden zum Jahresende ein erhöhter Forderungsbestand aus Geschäftsabschlüssen, die zum Jahresende hin abgeschlossen wurden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen TEUR 12.715 (Vj. TEUR 9.254). Die Begründung für den Anstieg liegt im Wesentlich im Anstieg der Ergebnisübernahme der Neopost Software GmbH um TEUR 3.684.

Die Erhöhung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens beläuft sich auf TEUR 21.

Die nicht durch Vermögenseinlagen gedeckten Verlustanteile der Kommanditistin verringerten sich um TEUR 5.042.

Aus den Kapitalanteilen der Komplementärin und der Kommanditistin ergibt sich ein positives Eigenkapital von TEUR 12.651. Die Eigenkapitalquote der Quadient Germany GmbH & Co. KG liegt bei 37,8 % (Vj. 18,1 %). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Jahresüberschuss (TEUR 7.261) begründet.

Die Finanzierung erfolgt über das bestehende Cash Pooling mit der Quadient S.A. (ehemals Neopost S.A.), Bagneux (Frankreich). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich leicht von TEUR 2.371 auf TEUR 2.153. Das lag hauptsächlich an den Verbindlichkeiten gegenüber der Quadient S.A. in Höhe von TEUR 225 (Vj. TEUR 540) und der Quadient Industrie France (TEUR 319; Vj. TEUR 439). Der Effekt wurde teilweise durch die Verbindlichkeiten gegenüber der Quadient Finance Germany GmbH mit TEUR 315 (Vj. TEUR 2) kompensiert. Außerdem wirken sich die rückläufigen Umsätze auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus, da die Waren überwiegend im Konzernverbund bezogen werden.

Ertragslage

Die Ertragslage weist gegenüber dem Vorjahr rückläufige Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 49.974 (Vj. TEUR 53.067) aus. Größere Rückgänge gab es in den Bereichen Hardware Sales und Service. Die absolute Bruttomarge sank von TEUR 29.966 im Vorjahr auf TEUR 26.507. Prozentual veränderte sich die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr negativ um 3,5 Prozentpunkte (53,0 %; Vj. 56,5 %).

Die operativen Kosten (Personalkosten, Abschreibungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen) sind von TEUR 28.728 im Vorjahr auf TEUR 25.375 gesunken und entsprechen einem Verhältnis zum Umsatz von 50,8 % (Vj. 54,1 %). Größere Kostenverminderungen waren im Bereich Restrukturierung TEUR 246 (Vj. TEUR 1.101), Outsourcing TEUR 1.007 (Vj. TEUR 1.407), Reisekosten TEUR 230 (Vj. TEUR 508), Marketingaufwendungen TEUR 357 (Vj. TEUR 608); Aufwendungen für KFZ TEUR 1.585 (Vj. TEUR 1.906), allgemeinem Betriebsbedarf TEUR 473 (Vj. TEUR 759) und bei der technischen Unterstützung TEUR 1.026 (Vj. TEUR 1.273) zu verzeichnen, die vor allem durch Mobilitätseinschränkungen aufgrund der Coronapandemie zurückzuführen sind.

Die Personalkosten sanken im Geschäftsjahr 2020/​2021 um 3,2 % und trugen mit 35,3 % (Vj. 34,3 %) zu den Gesamtkosten bei. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 229 (Vj. 235) Mitarbeiter beschäftigt.

Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres betrug TEUR 7.261. Auf Grund der zurückgegangenen Umsätze hat sich die Bruttomarge verringert. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2020/​2021 nur eine Portoerhöhung berechnet im Vergleich zu den zwei im Vorjahr. Außerdem sind die operativen Kosten gesunken. Die Verlangsamung der Wirtschaft sowie die Maßnahmen des Managements zur Bewältigung der Corona-Krise trugen zur Kostensenkung bei. Schließlich hat die Gewinnabführung der Neopost Software GmbH sowie die Wertaufholung der Neopost Software Beteiligung einen positiven Beitrag zum Unternehmensergebnis geleistet. Diese Entwicklungen haben zusammen zu einer Erhöhung des Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr zur Folge.

Insgesamt wurde bezüglich des Betriebsgewinns die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/​2021 nicht erfüllt. Dies lag vor allem an der Verlangsamung der Geschäftstätigkeit aufgrund der Corona-Krise. Die Geschäftsentwicklung lief aus Managementsicht aus den genannten Gründen ungünstig.

Nachhaltigkeit und soziales Engagement

Insbesondere als Teil eines international operierenden Konzerns, ist sich Quadient seiner Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften und gegenüber Menschen, als Teil des Unternehmens, bewusst. Dies lässt sich unter anderem daran ablesen, dass das Unternehmen die Zertifikate für ISO 14001 – Umweltschutz und ISO 18001 – Arbeits- und Gesundheitsschutz bis jeweils zum 27.01.2021 besaß. Eine neue Zertifizierung liegt aktuell nicht vor.

Chancen- und Risikobericht

Chancen sieht die Geschäftsführung v.a. in den folgenden Bereichen:

Hohes Potenzial durch Ablösung sowohl bei Frankier- wie auch bei Kuvertiersystemen.

Kompetenz im mittel- und hochvolumigen Bereich in Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau des Bereichs Mail Solutions (Output Management) in Richtung Lösungsanbieter für Software & E-Services.

Ausbau des erfolgreich eingeführten E-Invoicing-Angebotes in einem wachsenden Markt, begünstigt durch das E-Rechnungsgesetz.

Intensivierung unseres Leasinggeschäftes durch spezielle Verkaufskampagnen.

Kompensation rückgängiger Briefvolumina im Bereich der durch Frankiermaschinen frei gemachten Sendungen durch Ausbau der elektronischen Angebote und Outsourcing an Dienstleister.

Risikomanagementziele ergeben sich im Wesentlichen aus dem Risiko erhöhter Zahlungsausfälle. Hauptbestandteil des Risikomanagements ist das Debitoren-Management, welches frühzeitig aufkommende Zahlungsrisiken identifiziert, dokumentiert, entsprechende Maßnahmen einleitet und kontrolliert.

Die Coronapandemie in Verbindung mit dem Einbruch der Kapitalmärkte und einer erwarteten Rezession bzw. Reduktion des weltweiten Wachstums wird negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben. Folgende Risiken sind in diesem Zusammenhang zu nennen:

Beschaffungsrisiken:

Sollten sich die Corona Krise und die damit verbundenen Einschränkungen länger aufrechterhalten, kann dies negative Auswirkungen auf die Beschaffungskette haben, die allerdings zum aktuellen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden können.

Absatzrisiken:

Bis zum aktuellen Zeitpunkt haben sich keine signifikanten Auswirkungen auf den Absatzmarkt ergeben, die sich auf den Absatz der Produkte auswirken. Wenn die Krise länger andauert, kann sich das jedoch negativ auf unserem Kundenstamm auswirken.

Liquiditätsrisiken:

Das Management der Quadient sieht hier kurzfristig kein Risiko, da die Liquidität durch die Cash Pooling Vereinbarung mit dem Mutterunternehmen sichergestellt ist. Zudem hat das Mutterunternehmen Maßnahmen ergriffen, um die Liquidität sicherzustellen.

Sonstige Risiken:

Die Marktliberalisierung wird den Postmarkt weiterhin beeinflussen

Die Deutsche Post AG tritt als Wettbewerber auf (Frankierdienstleistungen, E-Postbrief, E-Postbusiness Box und DV-Freimachung).

Preisdruck durch preisaggressives Vorgehen der Wettbewerber und Produktpiraterie im Bereich Verbrauchsmaterialien.

Rückgängige Briefvolumina im Bereich durch Frankiermaschinen frei gemachten Sendungen durch neue elektronische Angebote und Outsourcing an Dienstleister.

Spezielle bestandsgefährdende oder wesentliche entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind der Geschäftsführung nicht bekannt. Den branchenüblichen Risiken (Kundenverluste, Nachfrageeinbruch etc.) kann sich auch Quadient nicht entziehen. Allerdings kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden, welche weiteren Auswirkungen sich aufgrund von Corona ergeben, die sich negativ auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage auswirken.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2021/​2022 wird erwartet, dass der Frankiermaschinenmarkt um mehr als 5% weiter schrumpft. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass auch der Markt für Kuvertier- maschinen weiter zurückgehen könnte. Hingegen wird ein starker Anstieg in den Bereichen elektronische Lösungen und Shipping erwartet. Hierbei sind jedoch die möglichen Effekte aus der Corona Epidemie noch nicht berücksichtigt. Diese können die entsprechenden Märkte noch weiter negativ beeinflussen.

Für das Geschäftsjahr 2021/​2022 planen wir durch die E-Services Angebote eine verstärkte Fokussierung auf E-Invoicing und Hybridmail. Darüber hinaus wird Quadient seine Produktpalette weiter erneuern. Verschiedene neue und innovative Produkte in den Bereichen der Großmaschinen werden, sowohl im Bereich Frankieren als auch Kuvertieren, im deutschen Markt eingeführt werden. Weiterhin werden neue Produktlinien die geänderten Kundenanforderungen aus den aktuellen Marktentwicklungen aufgreifen.

Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021/​2022 eine stabile Entwicklung der Umsätze und Bruttomarge. Die Geschäftsführung rechnet daher mit gleichbleibenden Umsätzen und einer gleichbleibenden Bruttomarge im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Aus den Folgen der Ausbreitung des Coronavirus können sich jedoch weitere negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2021/​2022 sowie 2022/​2023 ergeben.

 

München, den 16. März 2021

Quadient Holding Germany GmbH
(ehemals Neopost Verwaltungs GmbH)

Dror Allouche, Geschäftsführer

Related Posts